"Der Wein steigt in das Gehirn, macht es sinnig, schnell und erfinderisch, voll von feurigen und schönen Bildern."  - William Shakespeare

Erleben Sie Wein-Comedy in diesen Showformaten:

Kurzauftritt

Ein  hochwertiger Akzent für Ihre Gala, Firmenveranstaltung oder private Feier. Wein-Comedy als Kurzauftritt von 10 - 20 Minuten Länge.

 

 

Dinnerbegleitung

Es erwartet Sie eine geistreiche Moderation und wohldosierte Wein-Unterhaltung vor und zwischen den Gängen eines Menüs.

 

Bühnenshow

Das klassische Kabarettformat: ein großer Abend voller Humor und Wein-Entertainment von fast zwei Stunden Länge nur von einer Pause unterbrochen.

 

Foto: foto-pongratz.de

Termine

Wenn Sie meine Programme live erleben möchten, kommen Sie doch einfach zu einem der öffentlichen Termine. Ich freue mich auf Sie!

 

 

Foto: Brentanoscheune

Gut zu wissen

Was ist Wein-Comedy eigentlich genau? Welche Technik ist nötig? Müssen bestimmte Weine ausgeschenkt werden? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie hier.

Wein-Comedy-Videos

Kennen Sie schon den Wein-Comedy YouTube-Kanal? Erleben Sie Ausschnitte aus meinen Programmen und noch mehr weinsinnige Comedy.

 

 

Sind Sie weinsinnig?

Dann schauen Sie sich doch einfach bei den Geschenkideen um. Für alle Winzerinnen und Winzer, Weinfreaks, Gastronomen und Genussmenschen geht es hier zu einer edlen Kollektion des Weinspruchs: "Hör auf Dein Herz. Aber wenn der Winzer sagt: Nimm den Riesling! Dann hör auf den Winzer!"

 

Hier finden Sie die neuesten Beiträge meines Weinjoker-Blogs:

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16.09.2016
Ingo Konrads
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Dass Künstler ein ganz besonderes Verhältnis zum Wein hatten und haben, ist ja allseits bekannt. Sie fanden in ihm nicht selten die Inspiration, um Kunstwerke von Weltgeltung zu schaffen. Wir haben dem Wein also viel zu verdanken.  Wein beflügelt die Phantasie, ja, er ist ein Zeichen des Göttlichen. Das wussten schon die alten Griechen. Sie hatten sogar einen eigenen Gott, der zuständig war für die Fruchtbarkeit, den Wein und die Ekstase. Sie kennen ihn alle: Dionysos. Er war so eine Art Gérard Depardieu der Antike und wurde quer durch alle Bevölkerungsschichten verehrt, von der einfachen Tempelputzfrau bis hin zum Philosophen. Einer von Ihnen war Aristoteles. Er hatte eine interessante Doppelbegabung. Er war nämlich gleichzeitig Naturwissenschaftler und Philosoph. Was kaum jemand weiß: Aristoteles gilt als Erfinder des Halbkreises. Was passiert, wenn man einen Halbkreis in zwei Teile teilt? Man bekommt zwei Viertel. Das war dann auch die Menge an Wein, die Aristoteles am Morgen trank, um mittags so richtig schön ins Philosophieren zu kommen. So hat er einen tollen Satz nach dem anderen rausgehauen. Einer davon war: „Vergebens klopft, wer ohne Wein ist, an der Musen Pforte.“ Mit anderen Worten: „Man kann nur kreativ sein, wenn man Wein trinkt.“ Jetzt wissen Sie, wie meine Wein-Comedy-Programme entstehen. Vor allem Künstler sollten sich über die Jahrhunderte hinweg an den Satz des Aristoteles halten - angefangen von Leonardo da Vinci bis hin zu Heiner Lauterbach, von Giovanni Boccacio bis zu Gunther Gabriel.   Giovanni Boccacio, noch so ein Titan. Wir sind im Mittelalter in der Toskana. Wie heißt das Hauptwerk des Literaten? Richtig, das "Decamerone". Die Story ist schnell erzählt. Eine Gruppe von jungen Leuten lebt in einem Landhaus vor den Toren der Stadt Florenz, um sich vor der Pest zu schützen, die in der Stadt wütete. Und weil es in dem Landhaus kein WLAN gab, bekamen die jungen Leute bald Langeweile. Da begannen sie, sich gegenseitig Geschichten zu erzählen, oft erotischen Inhalts. Das war so eine Art Poetry-Slam mit Fummeln und Saufen. Klar, bei drei Jungs und sieben Mädels. Herausgekommen ist der erste moderne Novellenroman der Geschichte, ein ganz großes Stück Weltliteratur. Giovanni Boccacio hat es unter Zuhilfenahme größerer Mengen Wein verfasst, und es wundert uns nicht, wenn von ihm folgendes überliefert ist: „Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, dass man nichts genossen hat.“ Aber wir brauchen gar nicht so weit zu gehen, um einen Dichterfürsten mit Weinhintergrund zu finden. Denken wir nur an Johann Wolfgang von Goethe. Ein Trinker vor dem Herrn. Zwei Flaschen Wein soll er pro Tag getrunken haben. Viel hat er über Wein geschrieben, aber sein schönster Satz ist: "Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken." Das hat er übrigens gesagt, als er 1802 mit einem leeren Einkaufswagen aus dem Lidl in Weimar kam und Schiller begegnete. "Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken." Und wer hat gesagt: „Das Leben ist zu schlecht, um keine Kurzen zu trinken“? Das war Harald Juhnke, als er 180 Jahre später mit vollem Einkaufswagen aus dem Lidl in Berlin kam. So ändern sich die Zeiten. Es waren die Maler, die Schriftsteller, die Bildhauer, die Musiker, die den Wein als Inspirationsquelle nutzten. Beethoven, großer Sohn der Stadt Bonn, hat sich seinen geliebten Rheinwein sogar bis nach Wien nachliefern lassen.   Auch die Liste der alkoholinspirierten Schauspieler ist lang. Der französische Schauspieler Henri Vidal sagte immer: „Beim Weißwein denkt man Dummheiten, beim Rotwein spricht man sie aus und beim Champagner macht man sie.“ Ich finde, wir haben dem Wein unheimlich viel zu verdanken. Die Bibliotheken, Museen und Konzertsäle sind voll von weininspirierten Werken. Große Kunst und Wein gehören daher untrennbar zusammen. Das ist vielleicht auch der Grund dafür, weshalb Dieter Bohlen noch nie durch Alkoholexzesse aufgefallen ist. Ingo Konrads  
In Deutschland sind die meisten Weinrestaurants in den einschlägigen Bewertungsportalen des Internets gut bis sehr gut bewertet. Kein Wunder, wer sich mit Wein und Kulinarik auskennt, hat auch ein Gespür für Service und Interieur. Doch manche Häuser verweigern sich beharrlich einer Vervollkommnung ihrer Gastlichkeit. So gehen die Gastronomen nicht immer angemessen mit den kredenzten Rebensäften um, wie diese fein beobachteten Ausführungen illustrieren: „Der Wein wurde uns mit geschlossenem Korken (!) auf den Tisch gestellt.“ (Lübeck)„Die offene Küche wurde, während wir unseren Wein tranken, mit starken Putzmitteln gereinigt. Ein süffiger Wein mit Putzmittel in der Nase macht einer Weinwirtschaft aber wirklich keine Ehre.“ (Sachsen)„Der Rotwein wurde vom Kellner so zügig ausgeschenkt, dass er einmal auf der Tischdecke landete und einmal auf dem Kleid meiner Frau, die nicht ausgetauscht wurde.“ (Franken) Apropos Austauschen: Nicht selten kommt es zu echten Verwechslungen, was die Freude der Gäste nicht eben hebt: „Ein in der Karte stehender Riesling stellte sich als Grüner Veltliner dar. Laut Servierkraft sei es die gleiche Rebsorte!!!“ (Lübeck) Im Rheinischen offenbarte sich dank erfahrener Zungenfertigkeit: „Der Riesling war ein Grauburgunder.“ (Bonn) Immerhin etwas Positives konnten diese Rezensenten entdecken: „Abschließend sei festgestellt, dass die von uns gewählten Weine für 30-40 EUR pro  Flasche lediglich Mittelmaß waren. Dafür hatten sie aber praktische Schraubverschlüsse.“ (Leipzig) „Der Service wirkte erfrischend unprofessionell.“ (Rheingau) „Es schmeckt nicht schlecht, da es eigentlich nach nichts schmeckt.“ (Hamburg) Überhaupt, am kulinarischen Angebot sind mitunter noch an ein paar Stellschrauben zu drehen, wie diese Bewertungen nahelegen: „Das gereichte Weißbrot zeigte knusprige Alterserscheinungen.“ (Lübeck) „Die Trüffel waren völlig geschmacklos. Den Menschen am Nebentisch wurde empfohlen, die Trüffel länger im Mund zu behalten, damit sich der Geschmack entwickelt. Das habe ich noch nie gehört.“ (Hamburg) „Der Texter der Karte verdient ein fürstliches Gehalt, denn mit dem Schund, was auf unseren Tellern landete, hatte sie nichts gemeinsam. Meine Ente hatte dann labbrige Haut und sollte wohl ein weiteres Mal getötet werden.“ (Sachsen) „Die Muscheln waren betagt, dafür der Wein zu jung!“ (Hamburg) In diesem Beispiel wurde nicht nur die Form der lieblosen Darbietung kritisiert, sondern gleich auch ein psychologisches Gutachten erstellt: „Die Käsestangen wurden in einer Plastikschale serviert!!! Anwesend waren als Gäste nur noch ein Pärchen und außer der Kellnerin ein sichtlich antriebsgestörter Besitzer.“ (Bremen) Die folgenden Würdigungen lassen keine weiteren Fragen aufkommen: „Nach der Karte wusste ich: Der Koch ist faul.“ (Bonn) „Wenn man die Weinkarte genauer ansieht, dann findet man die Weine auch beim Edeka wieder.“ (Sachsen) “Bitte das Wort ‚Weinhaus‘ vom Namen entfernen!” (München) „Im Wein war ein Glassplitter; als wir uns beschwerten, meinte die Geschäftsführerin, sie wolle uns nicht mehr sehen... uns ging es genauso.“ (Thüringen) Im Unterschied dazu gestaltet sich die Interpretation dieses Gelästers besonders gegen Ende schwieriger: „Mir wurde ein quasi untrinkbarer 200-Euro-Burgunder empfohlen, der nach Kuhfladen geschmeckt hat! Landjugend und Zigarettenbürscherl halt, die groß mitspielen wollen mit ihren kulinarischen Mofas!“ (Österreich) Mitunter fließen auch Stellungnahmen zu architektonischen Gegebenheiten der Weinrestaurants in die Gesamtbewertung mit ein: „Alleine schon die alte, enge Treppe in den Gastraum auf der 1. Etage ist ein Erlebnis - hoch, als auch runter. Betrunken erfordert sie ein wenig Konzentration.“ (Rheinland) „Unser Tisch war direkt an der Eingangstür, wo ein schwerer Vorhang hing. Es entbehrte nicht eines gewissen Spaßeffektes, wenn durch den Türvorhang ein neuer Gast unmittelbar vor unserem Tisch auftauchte. Das war so wie in einem Kasperletheater.“ (Sachsen) Wesentliche Elemente des Interieurs eines Weinhauses sind naturgemäß die Tische. Auch dazu gibt es engagierte Stellungnahmen: „Die Tische im Außenbereich würden sich über eine Wurzelbürstenbehandlung freuen.“ (Hannover) „Der Tisch klebte großflächig durch ein verschüttetes Bier-Wein-Cola Gemisch und hielt meine versehentlich abgelegte Hand beharrlich gefangen. Die Ränder der Gläserböden fügten sich konturenstark ins Marmordesign ein.“ (Lübeck) Doch nicht immer gelingen den Bewertern derartig sprachlich elegante Preziosen, wie das letzte Beispiel zeigt. Da heißt es wortwörtlich: „Wir hatten eine telefonische Renovierung vorgenommen.“ (Lübeck)   Ingo Konrads
19.05.2016
Ingo Konrads
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Da ist der Name Programm: die Weinlage "Saarburger Rausch" Wenn die Mosel die schöne Tochter des Rheins ist, ist die Saar die schöne Tochter der Mosel. Ungeübte Talbesucher verwirrt die Saar gerne mit Versteckspielen. Mal taucht sie rechts des Weges auf, mal links, und mal gaukelt sie mit zahlreichen kleinen Flussschleifen vor, sie sei in Wirklichkeit eine Seenplatte. Die Saar lässt es sich gefallen, dass an ihren Hängen und Ufern mit die besten Weißweine angebaut werden, die in deutschen Landen zu finden sind. Vor rund hundert Jahren gehörten sie sogar zu den teuersten der Welt. Doch ist der Weinbau im Wesentlichen auf den Unterlauf der Saar beschränkt, der politisch zum weinseligen Land Rheinland-Pfalz gehört. Das eigentliche Saarland genügt sich also in der Rolle einer Bier- und Schnapsregion, die sich nur gelegentlich etwa bei Saarfels und Merzig Weinberge gönnt und dort robuste, zurecht kaum bekannte „Saarländische Landweine“ produziert. Lediglich an der Mosel, an der das Saarland unverständlicher Weise eine Uferflanke bildet, werden in der Weinbaugemeinde Perl nennenswerte Weine erzeugt, wie etwa der Elbling, der aber wegen seines eigentümlichen Geschmacks von der WHO schon 1983 neben Pinselreiniger und Rauchbier in die Liste der für Menschen ungenießbaren Substanzen aufgenommen worden ist. Wie sehr unterscheiden sich doch die edlen Saar-Rieslinge davon, die vielfach aus den Steilhängen am Fluss stammen. Erscheinen auf einem Weinetikett stolze, selbstbewusste Lagen wie die Ayler Kupp, der legendäre Scharzhofberg oder der Kanzemer Altenberg, schlagen die Herzen ambitionierter Zecher höher. Da wundert es nicht, dass hier sogar der Schiefer blau ist. Bereitwillig gibt er von seinen Mineralien ab, um dem Wein jene Würze zu verleihen, die die typische Eigenart der Saarweine definiert. Dabei kommt er recht alkoholarm daher, weshalb er bereits die Frühstückstafel zu beleben weiß. Die Weinorte an der Saar sind angenehm dörflich geblieben und erwecken den Anschein, dass sie permanent für das Magazin „Landlust“ Modell stehen. Die mancherorts vorkommenden noblen Herrenhäuser vergangener Tage versprühen Grandezza. Malerisch liegt Saarburg mit seiner Burgruine am Fluss, mit seinen schönen Altstadtgassen und dem imposanten Wasserfall der Leuk, die sich mitten in der Stadt in selbstmörderischer Absicht 17 Meter tief über eine Felskante stürzt. Die bekannteste Lage heißt dann auch „Saarburger Rausch.“   Interessante Winzerpersönlichkeiten prägen die Region, wie etwa Roman Niewodniczanski. Er stammt aus einer berühmten Eifeler Braudynastie und dachte sich im Jahre 2000: „Bier trinkt das Volk. Ich trink van Volxem!“ So übernahm er das renommierte aber leicht lädierte Weingut van Volxem in Wiltingen. Der Rest ist Geschichte. Heute ist er hopfenlos dem Weinbau verfallen und produziert wunderbare Saarweine großer Lagen. Einen regelrechten Aufmerksamkeitsschub bekam der Weinbau an der Saar durch Günther Jauch, der 2010 das Weingut von Othegraven in Kanzem übernahm. Es befand sich seit Generationen im Besitz von Jauchs Vorfahren, so dass man ihm nicht unterstellen kann, ein Wein-Prestigeprojekt wie andere Prominente zu verfolgen. Er und seine Frau Thea haben mittlerweile gelernt, zwischen den Rebzeilen zu lesen. Sie beherrschen jetzt die Othegravie und Grammatik der Saarweine zusammen mit ihrem Önologen Andreas Barth perfekt. Legendär sind auch die Weine von Egon Müller vom Scharzhof aus Wiltingen, dessen 2003er Trockenbeerenauslese im Jahre 2015 mit einem ersteigerten Flaschenpreis von rund 15.000 EUR als weltweit teuerster Jungwein gilt. Die Weinfreunde freuen sich zwar darüber, doch hoffen sie, dass das nicht Schule macht und diese herrlich verschwenderischen Edelweine nicht vollständig vom bezahlbaren Markt verschwinden oder unter den Hammer kommen. Denn das spritzt, klebt und macht Scherben. Ingo Konrads

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